Indem wir Kinder zum Schweigen erziehen, ziehen wir Erwachsene heran, die nicht zu sprechen wagen. Bei Hassrede geht es nicht um Hass, sondern um das Recht zu sprechen.

KI-gestützte Übersetzung aus dem Griechischen. Griechisches Original

Das Verbot der Beschreibung: Wenn die Wahrheit nicht ausgesprochen werden darf

Im Alltag muss man weder Redner noch Politiker sein, um dem Verbot der Wahrheit zu begegnen. Ein Kind kann etwas aussprechen, das es sieht, und sofort gesagt bekommen, dass es das nicht sagen darf.

  • „Mama, diese Frau ist dick.“
  • „Sag so etwas nicht!“
  • „Aber … sie ist es doch!“
  • „Es ist nicht richtig, das zu sagen.“
  • „Also ist sie es nicht?“

Und ungefähr an diesem Punkt beginnt das Kind zu lernen, dass man die Wahrheit nicht immer sagen darf.

Der Unterschied zwischen Wahrheit und „erlaubter Wahrheit“

Die Gesellschaft lehnt nicht die Wahrheit selbst ab, sondern die Wahrheit, wenn sie klar ausgesprochen wird.

Betrachten wir den Unterschied:

  • Dick zu sein, ist nicht gesellschaftlich inakzeptabel.
  • Zu sagen, dass jemand dick ist, ist gesellschaftlich inakzeptabel.

Hier geht es nicht um bloße Höflichkeit. Es geht um einen umfassenderen Mechanismus sprachlicher Kontrolle.

Die Beschreibung der Wirklichkeit wird zur Beleidigung.
Schweigen wird zum Zeichen des Respekts.
Die Wahrheit wird bestraft, wenn sie den Regeln gesellschaftlicher Konventionen nicht folgt.

Was hat das mit „Hassrede“ zu tun?

Der Begriff „Hassrede“ beruht genau auf diesem Muster: Es ist nicht verboten, etwas zu denken; es ist verboten, es auszusprechen.

  • Es ist nicht verboten, etwas zu beobachten.
  • Es ist verboten, es auszudrücken, wenn es bestimmten Regeln nicht entspricht.

Und so werden Menschen dazu erzogen, ihre eigene Sprache zu fürchten.

Man sagt dir, du sollst den anderen respektieren, nicht indem du die Wahrheit infrage stellst, sondern indem du vermeidest, sie auszusprechen.
Man zwingt dich, nicht nur zu filtern, wie du sprichst, sondern auch, ob du überhaupt sprechen sollst.
Und schließlich verinnerlichst du eine Angst: nicht vor dem Hass, sondern vor der Wahrheit selbst.

Das Kind als Spiegel des Widerspruchs

Ein Kind sagt, was es sieht, weil es noch nicht gelernt hat, seine eigenen Worte zu fürchten. Es hat nicht gelernt, dass bestimmte Wahrheiten gesellschaftlich „inakzeptabel“ sind, nicht weil sie falsch, sondern weil sie unbequem sind.

Und wenn man mit ihm schimpft, lernt es nicht bloß, niemanden zu beleidigen. Es lernt, dass Ehrlichkeit gefährlich sein kann.

So entsteht Selbstzensur.
So wird das Verbot der Beschreibung errichtet.
So lernt die Gesellschaft, so zu tun, als sähe sie nicht, was sie sieht.

Und all das beginnt mit etwas so Einfachem wie einem Kind, das „dick“ sagt.

Die Rhetorik des Schweigens

Bei der heutigen Hassrede geht es nicht um Hass.
Es geht um die Kontrolle darüber, was gesagt werden darf.

  • Es spielt keine Rolle, ob etwas wahr ist.
  • Entscheidend ist, ob du es sagen darfst.
  • Und wenn du es sagst, musst du hinnehmen, als „aggressiv“, „spaltend“ oder „problematisch“ bezeichnet zu werden.

Was ist Hass letztlich?

Liegt der Hass womöglich nicht in der Formulierung, sondern in der Art, wie wir Menschen beibringen, sich ihrer Worte zu schämen?

Liegt der eigentliche Hass womöglich nicht im Wort „dick“, sondern im Zwang, Angst vor dem Sprechen zu haben?

Schützt die Gesellschaft womöglich niemanden vor Beleidigung, sondern bereitet ihn darauf vor, im ständigen Zweifel zu leben, ob er die Wahrheit sagen darf?